Hohen Viecheln liegt am Nordufer des Schweriner Sees. Die Fischerei Prignitz hat eine lange Familientradition, was auf einer Holztafel im Eingangsbereich des Fischereihofs zu ersehen ist: Im Jahre 1713 erhält Cord Prignitz das Recht: "Die Fischerei zu Hohen Viecheln in Erbpacht am 07.05.1713 zusamt dem Ahlfang in dem Fluß daselbst ...". Die Erbpacht durch den Landesherrn war der Dank dafür, dass Fischer Prignitz den Herzog von Schwerin nach kriegerischen Auseinandersetzungen vor seinen Verfolgern in seinem Haus und auf einer Insel versteckte und ins freie Wismar schmuggelte. 1771 erfolgt die Umwandlung der Erbpacht in einem 30 Jahre dauernden Pachtvertrag. 1796 wird die Erbpacht endgültig in landesherrlicher Gnade anerkannt, die 1800 in Kraft tritt.
1945 erfolgt die Enteignung der 100 ha der Familie Prignitz im Rahmen der Bodenreform durch die neuen Machthaber. Das Fischereirecht wird allerdings nicht miterfasst, so dass dieses mit 1989 ununterbrochen fortbesteht. 1959 ging der Fischer in die Wismarer Fischereigenossenschaft, wobei der Bereich Hohen Viecheln als eigene Brigade fortbestand. Ab 1981 arbeitet Tobias Prignitz mit seinem Vater zusammen in der Brigade.

Im Jahr 1991 wird die Fischerei Prignitz in Hohen Viecheln neu gegründet. Da der Vater 1986 gestorben ist, arbeiten Mutter, Sabine Prignitz und Sohn in einer GbR zusammen.

Durch die Fischerei wird der Nordteil des Schweriner Sees, knapp 500 ha, die Döpe, der Kleekamper und Dambecker See, sowie 2 ha Wallensteingraben bewirtschaftet. Die fischereiliche Nutzfläche beträgt heute 588 ha, wobei einige Gewässer in Naturschutzgebiete mit verschiedenen Auflagen liegen. Die Bewirtschaftung der Seen erfolgt landesüblich. Das bedeutet konkret den Einsatz von Groß- und Kleinreusen, Stellnetzen, Zugnetzen, Aalschnüren, stationärer Aalfang und Elektrofischerei. Eine Besonderheit in der Bewirtschaftung ist das Festhalten an der Zugnetzfischerei unter Eis. Hauptfischarten im Fang sind der Aal, Karpfen, Zander, Hecht, Barsch und Schleie. Die Vermarktung der Fische erfolgt zu 95 % über Hofverkauf, zusätzlich werden einige Gaststätten mit frischen Fisch beliefert. Im Laden werden einheimische Süßwasserfische in verschiedenen Be- und Verarbeitungsstufen angeboten. Zur Abrundung des Angebots werden Forellen, Aal und Karpfen veredelt und vermarktet.

Die Fischerei Prignitz zeigt, wie eine Familientradition durch viele Jahrhunderte trotz wechselhafter Bedingungen bewahrt werden kann.



- Ein Familienbetrieb mit Tradition -



- Ein fetter Brocken -



- Ein großartiger Fang -



- Eisfischen im Winter -

 

-     Home    Ferienwohnungen    Fischerei     Umgebung    Kontakt    Impressum     Email     -